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Fünf Dynastien und Zehn Königreiche (907-960)

Fünf Dynastien und Zehn Königreiche (907-960)
Geschichte der TCM Dynastien und medizinische Entwicklung

Fünf Dynastien und Zehn Königreiche: Teilung als Nährboden für Erneuerung

Nach dem Fall der Tang-Dynastie im Jahr 907 begann eine Periode politischer Fragmentierung, die sich in die chinesische Geschichte als die "Fünf Dynastien und Zehn Königreiche" eingeprägt hat. Fünfzig Jahre lang — von 907 bis 960 — lösten sich im Norden fünf kurzlebige Dynastien in rascher Folge ab, während im Süden und Westen zehn unabhängige Königreiche ihren eigenen Kurs verfolgten. Es war eine Zeit der Instabilität und des Krieges, aber auch einer bemerkenswerten kulturellen und wirtschaftlichen Dynamik und unerwarteter Impulse für die Traditionelle Chinesische Medizin.

Ein zersplittertes Reich

Der Fall der Tang-Dynastie hinterließ ein Machtvakuum, das kein einzelner Staat schnell füllen konnte. Im Norden folgten die Spätere Liang, Spätere Tang, Spätere Jin, Spätere Han und Spätere Zhou in rascher Folge aufeinander — Dynastien, die jeweils nur einige Jahrzehnte oder weniger bestanden. Im Norden und Nordosten nutzten nichtchinesische Völker die Teilung, um eigene Staaten zu gründen. Die Kitan, die aus der heutigen Mandschurei stammten, gründeten 947 die Liao-Dynastie und beanspruchten einen Teil traditionell chinesischen Gebietes, die Sechzehn Präfekturen.

Im Süden und Westen entstanden zehn unabhängige Königreiche, jedes mit eigener Verwaltung, Kultur und Wirtschaft. Vietnam wurde in dieser Zeit endgültig unabhängig von China — eine Trennung, die bis heute Bestand hat. Der wirtschaftliche Schwerpunkt verlagerte sich allmählich vom Norden in den Süden des Jangtse-Flusses, eine Verschiebung, die die chinesische Wirtschaft und Kultur über Jahrhunderte beeinflussen sollte.

Medizinisches Wissen in Zeiten der Teilung

Paradoxerweise bot die politische Teilung der Zeit der Fünf Dynastien auch Chancen für die Verbreitung medizinischen Wissens. Die einzelnen Königreiche hatten jeweils eigene Höfe und kulturelle Zentren, in denen Gelehrte und Ärzte Schutz und Patronage finden konnten. Medizinische Texte zirkulierten über die Grenzen der kleinen Staaten hinweg, und die regionale Vielfalt stimulierte den Austausch von Behandlungsmethoden und Kräuterwissen.

Außerdem wurde in dieser Zeit der Buchdruck — in der Tang-Zeit erfunden — immer breiter angewendet. Medizinische Texte konnten nun erstmals in größeren Auflagen verbreitet werden, was die Zugänglichkeit medizinischen Wissens enorm vergrößerte. Dies hatte direkte Folgen für die Demokratisierung der TCM: Wissen, das zuvor einer kleinen Elite von Gelehrten und Hofärzten vorbehalten war, wurde allmählich einer breiteren Gruppe von Praktikern zugänglich.

Der Übergang zur Einigung unter den Song

Die Periode der Fünf Dynastien und Zehn Königreiche endete 960, als Zhao Kuangyin, ein Militärkommandant der Späteren Zhou, die Macht ergriff und die Song-Dynastie gründete. Unter seiner Führung wurde China erneut geeint — nicht vollständig, da die Kitan-Liao-Dynastie ihre nördlichen Gebiete behielt, aber doch ausreichend, um eine neue Ära der Stabilität und Blüte einzuleiten.

Für die TCM war die Einigung unter den Song das Startsignal für eine neue Periode groß angelegter medizinischer Enzyklopädien, staatlich geförderter pharmakologischer Werke und einer weiteren Institutionalisierung der Medizin. Die fünfzig Jahre der Teilung waren vorbei — doch das medizinische Wissen, das in dieser Zeit bewahrt, verbreitet und bereichert worden war, sollte die Grundlage für die folgende Blüte der Song bilden.